Mittwoch, 21. Februar 2018

Grippe vs. grippaler Infekt



Grippe vs. grippaler Infekt


Bild von Pixabay

Eigentlich kennt es jeder! Auch zu jeder Jahreszeit, im Winter aber treten Infekte der Atemwege besonders häufig auf. „Mich hat´s erwischt, ich habe die Grippe“ sagen dann viele. Aber: meist stimmt das nicht so ganz. Die „echte“ Grippe auch in Fachkreisen Influenza genannt, ist dann doch nochmal eine Nummer „härter“, als ein grippaler Effekt, bei den Laien oftmals „Erkältung“ genannt. Welche wesentlichen Unterschiede bestehen und wie die Therapien bei beiden Infektionen aussehen könnt ihr in diesem Artikel lesen.

Zunächst einmal der Übertragungsweg: 

Beide Infekte werden durch Viren übertragen. Zwar hat jeder seinen eigenen Virenstamm, dazu komme ich aber noch. Trotzdem werden sie auf dem gleichen Wege übertragen:

Tröpfcheninfektion: durch Niesen, Husten und auch Sprechen.

Schmierinfektion: Händeschütteln, Türgriffe, Haltegriffe in Bus und Bahn usw.

Was uns im ersten Moment schon zur Vorbeugung führt: Hände waschen!! Auch wenn es vielfach unterschätzt wird, das tägliche Händewaschen schützt uns wirklich von der Verbreitung von Erregern. Zwar kann so eine Verbreitung auch dann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, aber es verringert das Risiko andere anzustecken um ein vielfaches.

Grippe vs. Grippaler Infekt – Unterscheidung in Virenstamm und Verlauf

Die Grippe wird „Influenza“ genannt und wird durch unterschiedliche Virentypen ausgelöst den „Influenza-Viren“, während die Erreger bei einem grippalen Infekt meist Rhino-Viren sind. Vor allen in der kalten Jahreshälfte, treten häufiger Infektionen mit beiden Erkrankungen auf. Die sogenannte Inkubationszeit ist der Zeitraum zwischen der Infektion und dem Beginn der jeweiligen Erkrankung. Bei der Erkältung beträgt dieser Zeitraum meist einige Tage, bei der Influenza dagegen kommt es meist viel früher zum Krankheitsausbruch.



Bei einem grippalen Infekt kommt es oftmals zu einem schleichenden Verlauf: viele bemerken zuerst Halsschmerzen, dann kommt der Schnupfen, der sich meist hartnäckig hält und geht dann in einen nervigen Husten über. Fieber und Gelenkschmerzen sind dabei aber eher selten. Man fühlt sich schlapp und müde, schafft aber oftmals trotzdem noch den Alltag. (Ist natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich)

Bei der Influenza, der „echten“ Grippe, treten die Symptome sehr akut auf! Meist können die Erkrankten sogar eine bestimmte Uhrzeit nennen, ab derer sie sich sehr elend fühlten. Der Beginn ist sehr akut mit Fieber bis zu 40 Grad, Gelenks- und Gliederschmerzen, extremen Halsschmerzen und trockenem Husten. Bedingt durch das Fieber kommt es auch zu teilweise heftigem Schüttelfrost und das Krankheitsgefühl ist sehr ausgeprägt.

Therapiemöglichkeiten und Verhalten

Das mit dem Händewaschen haben wir jetzt schon durch! Auch von nahem Körperkontakt sollte man erstmal absehen bis die Symptome abgeklungen sind. Übrigens: Die Influenza ist bei uns in Deutschland namentlich meldepflichtig! Dies dient dazu Epidemien frühzeitig eindämmen zu können. Vor allen wenn die Betroffenen in der Gastronomie und öffentlichen Einrichtungen arbeiten, müssen die Erkrankten so lange zu Hause bleiben, bis sie vollständig genesen sind. Der Nachweis zur echten Grippe erfolgt durch einen Rachenabstrich. 



Entgegen der allgemeinen Meinungen, sollte man bei beiden Infektionen NICHT zu Antibiotika greifen! Wie ihr nun wisst, handelt es sich um Viren und diese reagieren absolut nicht auf Antibiotika. Da der Körper bei solchen Infekten sehr anfällig und schon geschwächt ist kann es vorkommen, dass zusätzlich zur viralen Infektion noch eine bakterielle Infektion hinzukommt. Erst dann ist es eventuell sinnvoll, ein Antibiotikum zu nehmen. Ich persönliche halte von AB-Gabe nicht viel: es greift auch die gesunde Darmflora an, die ebenfalls für unsere Immunabwehr wichtig ist und es kann leicht passieren, dass man sich auch noch eine Pilzinfektion einfängt.

Der Körper heilt sich selbst! Er braucht Ruhe, viel Flüssigkeit und frische Luft. Keine allzu fettige Kost sondern eher Leichte ist dabei auch wichtig. Obst und Gemüse sollten auf dem Speiseplan stehen. Und wenn man nicht gerade Fieber hat, hilft ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft! Bei einem grippalen Infekt empfiehlt sich das besonders, damit der Kreislauf in Schwung kommt und auch wieder bleibt. 

Weitere Maßnahmen und Linderung der Symptome:

  • 3x am Tag Inhalation (NaCL) oder auch Salzwasser
  • Ungesüßte Tees trinken wie Salbei, Kamille, Ingwer
  • Zuckerfreie Bonbons oder Halstabletten lindern die Halsschmerzen
  • Nasenspray sorgt dafür, dass die Schleimhäute abschwellen (Achtung Suchtgefahr !!) Diese Sprays sollten aber nur ca. 7 Tage genutzt werden um Schäden an den Schleimhäuten zu vermeiden.


Je nach Verlauf solltet ihr euch gesund schlafen und dem Körper genügend Ruhe gönnen vor allen bei der Influenza. Hier gilt: Bei Fieber auf jedenfall im Bett bleiben! Gerade wenn man eine echte Grippe verschleppt, drohen schwere Folgeerkrankungen allen voran die Myokarditits – Herzmuskelentzündung! Auch Lungenentzündungen und Rippen- und Brustfellentzündungen sind mögliche Folgeerkrankungen, wenn man die Infekte nicht richtig auskuriert. 

Wovon ich euch auch eher abrate ist: Hustenstiller! Der eine oder andere schwört vielleicht darauf, aber meine Erfahrung ist, dass Hustenstiller den Hals nur noch mehr austrocknet und so gerät man eher in einen Teufelskreis. Lieber den Schleim durch viel Trinken abhusten und durch Inhalation die Schleimhäute feucht halten!

Die Genesungszeit ist pauschal kaum zu nennen. Jeder Mensch verarbeitet die Erreger anders! Bei grippalen Infekten spricht man davon, dass diese bis zu 9 Tage anhalten. Bei der Influenza geht man von 2-3 Wochen aus. 

Grippeschutzimpfung

Damit es gar nicht erst zu einer Influenza kommt, sollten vor allem Risikopatienten wie Senioren, Kinder und chronisch kranke Personen die jährliche Grippeschutzimpfung machen lassen! Die schützt zwar nicht davor, eine Erkältung zu bekommen, aber die Influenza kann dadurch vermieden werden.

Welche Tipps habt ihr so bei einer Erkältung/Grippe?! Was hilft euch besonders gut und von was seid ihr so gar nicht überzeugt? 


Sonntag, 18. Februar 2018

10 Gründe bei einer Katze zu wohnen!


10 Gründe bei einer Katze zu wohnen! 




Meine Lola Lottofee kennen viele meiner Leser mittlerweile! Die Chefin des Hauses lässt es sich hier gut gehen und hat ihr Personal voll im Griff! Die Vorteile, bei einer Katze zu wohnen sind vielfältig, darum nenne ich euch heute 10 dieser Gründe!  



1. Automatischer Weckruf: Radiowecker, Handygebimmel und Co. gehören der Vergangenheit an. Mit einer Katze wirst du jeden Morgen (auch an Sonn- und Feiertagen) pünktlich um 5:30 Uhr mit sanften Maunzen geweckt. 

2. Gratis Wohnungsdurchsuchung: Du findest deinen Haargummi nicht mehr? Notizzettel und Büroklammern hast du auch verloren? Mit einer Katze kein Problem! In Null Komma Nix findet sie alles wieder. Vor allen die Staubkörner unter den Möbeln. 

3. Insektenvernichtung inklusive: Du hast panische Angst vor Spinnen, Wespen, Bienen und nervigen stechenden Mücken? Eckelst dich vor Krabbeltieren? Eine Katze schafft da Abhilfe! Mit Präzession und ganz ohne giftige Chemikalien sorgt deine Katze für einen krabbel - tierfreien Wohnraum.

4. Dekorations- und Einrichtungsmanager: Du überlegst dir, neue Vorhänge anzuschaffen, oder neue Pflanzen zu kaufen? Du möchtest neue Bettbezüge und der Badezimmerteppich sollte auch mal wieder erneuert werden? Deine Katze hilft dir bei diesen Entscheidungen und markiert dir mit einer nur für sie definierbaren Kratzspurenmarkierung, welche Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände du dringend erneuern solltest. 

5. Einfühlsames Pflegepersonal: Ist die Dienerschaft der Katze erkrankt, erweist sich die Chefin als soziale Arbeitgeberin. Mit ihrer Meditationstherapie „schnurren um gesund zu werden“ und „natürliche Wärmflaschen tragen zur Genesung bei“ wirst du schnell wieder fit und kannst deinen Dienst wieder antreten. 



6. Lebensmittelkontrolleur: Lebensmittelkontrolle wird von der Katze sehr ernst genommen und gewissenhaft durchgeführt. Sind alle Einkäufe da? Wurde auch nix vergessen? Sind die Lebensmittel auch noch haltbar? Ist es das richtige Futter? Schmeckt das überhaupt? Sind die Verpackungen auch wirklich reißfest? Und das Wichtigste: Ist die Tüte auch komplett leergeräumt?! 

7. Entertainment-Programm: Mit einer Katze im Haus bleibt der TV auch mal aus! Dafür wird den Mitbewohnern eine tolle Show mit vielen akrobatischen Auftritten geboten! Ob die elegante Überquerung sämtlicher Einrichtungsgegenstände ohne diese zu berühren oder gar herunter zu werfen, erwartet den Zuschauer auch eine spektakuläre Sprungshow mit darauffolgender Kampfsporttechniken, in denen der Zuschauer mit einbezogen wird. Mitten drin, statt nur dabei! – So das Motto der Katze.  

8. Begrüßungskomitee: Kommt die Dienerschaft von der 1. Arbeit nach Hause um im Reich der Katze ihrem Zweitjob nachzugehen, wirst du aber erstmal ausgiebig begrüßt und befragt. Warum kommst du so spät? Hast du was für mich dabei? Wie war dein Tag? Bekomm ich was zu essen? Spielst du mit mir?! 

9. Nachhilfeunterricht: Lernen findest du sehr anstrengend und langweilig? Nicht mit einer Katze! Sie unterstützt dich wo sie nur kann. Sie sorgt dafür, dass du nicht zu lange sitzt und auch mal aufstehst, um Stifte, Radiergummi und Co. wieder zu beschaffen. So bleibst du zwischendurch immer mal in Bewegung und auch für Pausen sorgt sie selbstverständlich. Dies klappt am besten, wenn man sich gemütlich auf den Arbeitsunterlagen ausruht, damit die Dienerschaft ausreichend Pausen einlegt.  

10. Wärme und Zuneigung: wenn die Dienerschaft alles richtig macht, bekommt man von der Chefin auch oft Lob und Anerkennung. Eine liebevolle Kopfnuss, ein Umschmeicheln der Beine oder liebevolles Abschlecken sind dann die Belohnung für die geleistete Arbeit. Zufriedenes Schnurren auf dem Schoß und gemeinsames Knuddeln gibt es gratis dazu. 



Fallen euch noch mehr Gründe ein, um bei einer Katze einzuziehen?! Welche Fellnasen haben euch im Griff?! 


Samstag, 17. Februar 2018

Der Gezeitenwald: Dunkelherz - Carmen Schneider



Der Gezeitenwald: Dunkelherz - Carmen Schneider




Kayla ist 17 Jahre alt, als ihre Eltern und die jüngere Schwester bei einem Autounfall ums Leben kommen. Dem Gefühl der Einsamkeit und Trauer ausgeliefert zu sein, nimmt ihr jeglichen Lebensmut. Sie wird fortan bei ihrer Großmutter leben müssen, die sie schon lange nicht mehr gesehen hat. Das Anwesen ist im Wald weit ab von anderen Städten gelegen. Das Mädchen wird herzlich begrüßt und von der alten Dame liebevoll aufgenommen. Sie hat hier alle Zeit der Welt, um den schrecklichen Verlust zu verarbeiten. Auch die Angestellten, die mit hier leben versuchen sie in ihrer Trauer aufzufangen. 

Bereits in der ersten Nacht hat Kayla einen ungewöhnlichen Traum und sie verkriecht sich erst einmal in ihrem neuen Zimmer, da ihr die Kraft fehlt, über ihre Trauer hinwegzukommen. Desmond, ein Junge der ebenfalls auf dem Anwesen lebt, kümmert sich um die Pferde und bietet Kayla an, mit ihr auszureiten. Noch nie in ihrem Leben ist sie geritten, dementsprechend skeptisch ist sie zunächst. Doch Desmond weiß sehr geschickt, sie immer mehr aus dem Loch zu ziehen und die beiden freunden sich an. Langsam beginnt das Mädchen sich ihre neue Umgebung genauer anzusehen und stößt dabei auf mysteriöse Begebenheiten. Allerdings bekommt sie aus den Bewohnern des Hauses nicht besonders viel raus und überhaupt: Warum sollen Desmond und sie immer vor der Dunkelheit zuhause sein?  Die beiden Teenager werden neugierig und versuchen den Dingen auf den Grund zu gehen. Dabei beginnt für Kayla ein fantastisches Abenteuer auf dem Weg zu sich selbst.

Diese Geschichte ist wirklich wundervoll. Die Autorin vermischt Schicksal mit Fantasy und einem Hauch von Märchen! So eine Mischung kannte ich bisher noch nicht, war aber von Anfang an begeistert. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und führt einfühlsam durch die Story. Man begleitet Kayla und kann ihr die Emotionen nachfühlen. Man trauert mit ihr, verkriecht sich, entdeckt Neugierde und erkundet mit ihr und Desmond das Anwesen und den mystischen Wald. Besonders deutlich wird, dass Carmen Schneider genau weiß, wo sie ansetzen muss. 

Stück für Stück kommt Kayla einem Familiengeheimnis auf die Spur, was ihr genauso hilft aus ihrer tiefen Depression zu finden, wie die Menschen und Tiere in ihrer Umgebung. Besonders die märchenhaften Elemente haben mir gut gefallen und ich wollte durchweg wissen, wie es weitergeht. Es ist wie eine Entdeckungsreise, zu sich selbst und in fantastische Welten. Dabei ist jedes Element wohl dosiert, sodass ich gar nicht wirklich ein einziges Genre festlegen möchte, welches in dem Buch zu finden ist. 

Kayla auf ihrem Weg zurück ins Leben zu begleiten war schön, traurig und interessant zu gleich. Eine wirklich tolle Geschichte, die ich nur empfehlen kann. 

Kennt ihr das Buch schon?! 



Freitag, 16. Februar 2018

Maja Köllinger - Autoreninterview



Maja Köllinger - Autoreninterview





Vielen lieben Dank Maja, dass du dich zu diesem Interview bereit erklärt hast. Als Jungautorin die gerade im Drachenmond Verlag durchstartet, ändert sich jetzt sicherlich dein Leben auch ein wenig oder?

Maja Köllinger: Dankeschön erstmal, dass du auf mich zugekommen bist! :-) Ich freue mich schon sehr auf das Interview und bin gespannt auf deine Fragen.

Tatsächlich hat sich mein Leben nicht allzu drastisch verändert. Mein Alltag sieht noch ziemlich gleich aus, schließlich studiere ich weiterhin und muss mich dem ganz normalen Wahnsinn stellen, wie jeder andere auch.

Allerdings gehe ich jetzt viel öfter zu Veranstaltungen, wie beispielsweise Buchmessen. Normalerweise habe ich nur einmal im Jahr die FBM besucht, doch seitdem mein eigenes Buch erschienen ist, war ich auch schon in Berlin und demnächst ebenfalls in Leipzig. Mir ist es wichtig, mit den Lesern in Kontakt zu bleiben und was eignet sich da besser als eine Buchmesse? Zudem habe ich vor Kurzem meine erste Lesung veranstaltet, was ein vollkommen neues Erlebnis für mich war.

Doch ich liebe diese Veränderungen und ich weiß, dass sie erst der Beginn einer langen und wundervollen Reise sind. Ich bin gespannt, was noch auf mich wartet. :-) 

Dein Roman „Madness“ ist eine Adaption von Alice im Wunderland, im Steampunk Look. Wie bist du auf diese Idee gekommen?

Maja Köllinger: Ich habe mich eine ganze Weile mit Steampunk beschäftigt, da ich ursprünglich ein Cosplay dazu geplant hatte. Ich wollte mich also in dem Stil der Menschen des viktorianischen Londons „verkleiden“ und habe mich demzufolge sehr stark mit dem Genre auseinandergesetzt.

Zudem habe ich schon seit meiner Kindheit eine Vorliebe für den Klassiker „Alice im Wunderland“ gehabt, sodass ich unzählige Versionen und Adaptionen des Buches besitze. Als ich eines schicksalhaften Tages mein Bücherregal neu sortiert habe und in Gedanken versunken war, habe ich mich gefragt, wie wohl mein eigenes Wunderland aussehen würde. Irgendwie sind meine Vorstellungen von Steampunk und diesem bizarren Wunderland miteinander verschmolzen und erzeugten ein tickendes, metallisches Steampunk – Wunderland.

Gibt es einen Charakter, an dem du besonders lange gefeilt hast, bis er wirklich so herausgearbeitet war, dass du zufrieden warst?

Maja Köllinger: Ehrlich gesagt nicht. :-) 

Meine Charaktere waren einfach da. Mit all ihren Macken und seltsamen Charakterzügen. Und ich liebe jeden von ihnen vom ganzen Herzen. Diamanten sind schließlich auch nicht rund, richtig?

Ich muss allerdings zugeben, dass Elric eine besonders widerspenstige Person war, da er durch sein Geheimnis manchmal ebenso unzurechnungsfähig für mich war, wie für den Leser.

Gab es Charaktere, die du letztendlich doch wieder rausgenommen hast?

Maja Köllinger: Nein, die gab es nicht. Tatsächlich war eher das Gegenteil der Fall. Ich habe bei der Überarbeitung und dem Lektorat dem Wunderland mehr Leben eingehaucht und all die kleinen Lebewesen erschaffen, die den Ort erst zu etwas besonderem werden lassen. Darunter zählen beispielsweise mein Goldkehlchen und die Glühlampenspinne. 

Wie ist denn der Drachenmond Verlag auf dich aufmerksam geworden?

Maja Köllinger: Ich habe mich dort „ganz normal“ beworben mit einer Leseprobe, einer Kurzvita und einem Exposé. Ich hatte wahnsinniges Glück und kann immer noch nicht fassen, dass ich tatsächlich ein Teil dieses grandiosen Teams sein darf. :-) 

Bei der Suche nach Testlesern usw. habe ich mir allerdings Tipps von erfahrenen Autoren, wie beispielsweise Julia Adrian geholt. Durch ihre Hilfe konnte ich mein Manuskript erst so richtig aufpolieren, wofür ich ihr bis zum heutigen Tage dankbar bin. 



Lass und mal über das wunderschöne Cover sprechen. Erklärst du als Autorin dabei deine Vorstellungen, oder überlässt du das ganz dem Cover-Designer?

Maja Köllinger: Es gibt einen bestimmten Ablauf bei der Erstellung eines Covers. :-) 

Der Autor, in diesem Falle ich selbst, erstellt ein Briefing, in dem der Inhalt des Buches niedergeschrieben wird. Zudem werden wichtige Farben, Symbole etc. geklärt. Nachdem Marie Grasshoff (meine Coverdesignerin) das Briefing gelesen hat, schickte sie mir mehrere Entwürfe, von denen einer mir ganz besonders gut gefiel. Sie verfeinerte den Entwurf und schickte mir mehrmals Updates, um Kleinigkeiten wie zB. die Schrift abzustimmen. Und als schließlich das Cover fertig war, konnte ich gar nicht glauben, was für ein Meisterwerk aus unserer Zusammenarbeit entstanden war. Marie hat ein unglaubliches Talent und sie schafft es einfach perfekt, die Stimmung und Atmosphäre einer Geschichte einzufangen. Ich starre das Cover von „Madness“ jeden Tag an und kann gar nicht fassen, dass es tatsächlich das Gewand für meine Geschichte ist. :-) 

Wie sieht es denn mit neuen Projekten aus?

Maja Köllinger: Mein nächstes Buch wird „Mondstaub und Sonnenstürme“ heißen. Leider kann ich noch nichts dazu verraten, außer dass es in unserer heutigen Zeit und Welt spielt. Dennoch wird es definitiv galaktisch. ;)

Außerdem arbeite ich an einem größeren Geheimprojekt, das ich Projekt #LL genannt habe.

Generell bin ich aber ein sehr geheimnisvoller Mensch, da ich keine zu hohen Erwartungen wecken möchte. Alles kommt zu seiner Zeit und wenn es soweit ist, werde ich darüber berichten. 

Stehen dabei weitere Adaptionen auf dem Plan?

Maja Köllinger: Ich habe seeeehr viele Ideen für kommende Bücher und natürlich sind auch ein paar Adaptionen darunter. Allerdings kann ich zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich sagen, ob und welche Ideen ich umsetzen werde. :-) 

Welches Genre liest du selbst am liebsten und mit welchem kannst du so gar nix anfangen?

Maja Köllinger: Ich lese selbst unglaublich viel und führe einen Buchblog (Just another storyteller). Meine liebsten Genres sind dabei definitiv Fantasy in allen Nuancen (High, Low, Urban…), Romance (New Adult) und (Jugend-) Thriller.

Mit Krimis kann ich allerdings gar nichts anfangen. Detektivromane können mich einfach nicht überzeugen. Deshalb habe ich es auch bis zum heutigen Tage nicht geschafft die „Sherlock Holmes“ – Reihe zu Ende zu lesen.

Wenn du nicht als Autorin unterwegs bist, wie sieht dein Leben sonst so aus?

Maja Köllinger: Wie gesagt, studiere ich zurzeit. Dementsprechend besteht mein Tag normalerweise aus Seminaren, Vorlesungen, Prüfungen usw. Aber ich unternehme auch sehr viel zusammen mit meinen Freunden und meinem Freund.

Meistens nutze ich den Abend (oder die Nacht *hust hust*) zum Schreiben und kreativ werden. Ich illustriere meine Bücher nämlich selbst und zeichne dementsprechend häufig. Außerdem erhalte ich zwischenzeitlich Aufträge von anderen Autoren, sodass ich manchmal auch für andere Bücher Illustrationen erstellen darf. J

Hast du sowas wie Idole oder Vorbilder?

Maja Köllinger: Natürlich! Ich denke jeder hat Vorbilder, auch wenn es nicht jeder sofort zugibt. :D

Mein größtes Idol ist Cornelia Funke. Ihre Bücher haben mich als Kind und Heranwachsende wahnsinnig geprägt. Sie hat so viel erreicht durch ihre Bücher und unglaublich viele Menschen beeinflusst. Wenn ich eines Tages irgendwann von mir sagen kann, dass ich ebenfalls ein paar Leben positiv geprägt habe, wäre ich schon zufrieden. 

Außerdem zählt Mona Kasten zu meinen Idolen. Sie hat bewiesen, dass man durch disziplinierte Arbeit alles erreichen kann, wovon man träumt. Ich habe nächste Woche die Chance sie persönlich zu treffen während ihrer Book Preview Party und kann es gar nicht erwarten, ihr zu sagen, wie viel mir ihre Bücher bedeuten.

Welche Ziele hast du denn für die Zukunft? Möchtest du vom Schreiben leben können?

Maja Köllinger: Meine Ziele sind vielfältig. Ich möchte auf jeden Fall mein Studium beenden und als Lehrerin tätig werden. :-) 

Und natürlich will ich noch viele, viele weitere Bücher mit meinen Lesern teilen. Es schwirren noch so viele Ideen in meinem Kopf herum, die in die Welt herausgelassen werden wollen und ich werde alles geben, damit sie um den Globus fliegen werden.

In meinen Geschichten steckt mein ganzes Herzblut, weshalb das Schreiben für immer ein Teil von mir sein wird. Doch wohin mich dieser Weg noch führen wird, kann ich unmöglich sagen. Ich schaue einfach, was die Zukunft bringen wird und lasse mich von Chancen und meinem Bauchgefühl leiten. 

Wie stehst du zu deinen Lesern und deinen „Fans“? Ist dir der Kontakt wichtig?

Maja Köllinger: Mir ist der Kontakt, wie bereits gesagt, sehr wichtig. Deswegen bin ich oft auf Veranstaltungen des Drachenmond Verlags, ebenso wie auf Messen und Conventions anzutreffen. Man darf mich auch gerne ansprechen, denn ich freue mich immer über den Austausch mit meinen Lesern. :-) 

Falls man wissen möchte, auf welchen Veranstaltungen ich sein werde, würde ich den meisten raten auf meinen Social Media Seiten vorbeizuschauen. Ich bin sowohl auf Instagram (Maja.Koellinger.Autorin), als auch auf Facebook (Maja Köllinger Autorin) und Twitter (@MajaKoellinger) sehr aktiv und gebe wichtige Termine oftmals hier bekannt.

Vielen lieben Dank Maja für das schöne Interview :-)

Dankeschön für die tollen Fragen! Es hat mir wirklich Spaß gemacht. :-D 



Sonntag, 11. Februar 2018

Darfst du faul sein?! Warum ich mir DAS erlaube!



Darfst du faul sein?! Warum ich mir DAS erlaube!



Darfst du auch mal faul sein? Eine Frage, die sich der eine oder andere bestimmt schon öfter gestellt hat. Was sagt denn Dr. Duden dazu? - „Als Faulheit wird der Mangel an erwartbarer Aktivität bei einem Menschen bezeichnet. Der Begriff wird zur Beschreibung und Bewertung von Anstrengungsvermeidern genutzt, genauer: von Menschen, welche aus der Sicht des Sprechers bzw. Schreibers ihren gesellschaftlich auferlegten Aufgaben nicht bzw. nicht mit hinreichendem Fleiß nachgehen.“ - Aha!

Was sagt uns diese Definition jetzt? Unsere Gesellschaft ist so schnelllebig. Im Job müssen Deadlines eingehalten werden, zu Hause wartet der Haushalt auf einen, Kinder wollen betreut, erzogen und bespaßt werden und die Einkäufe sollten auch noch erledigt werden. Schnell, schnell, gewissenhaft und immer unter Strom – fühlen sich nicht viele von uns so? Wir schaffen es kaum zu entschleunigen in unserem oftmals stressigen Alltag. Viele meinen wenn sie wirklich viel schaffen und machen, sind sie oben auf! Immer höher, weiter und mehr…Verpflichtungen hier, „müssen“ da. Aber mal ehrlich: geht das nicht auch mal an die Substanz?!


Ist der Wunsch, wirklich mal FAUL zu sein nicht dann immens groß? Und wenn man wirklich mal ruht? Genau! Dann, ja dann kommt das schlechte Gewissen. - „Eigentlich müsste ich ja noch staubsaugen. Das Bad müsste auch mal wieder geputzt werden.“  - Nun beginnt die Gedankenspirale. Was noch alles erledigt werden muss. Wo man noch alles hin muss. Wen man noch besuchen muss, wer noch angerufen werden möchte. Muss...Muss...Muss..

Na?! Kommt euch das auch bekannt vor? Dann lasst euch mal eines sagen: IHR DÜRFT FAUL SEIN! Ja wirklich!! Du hast heute absolut keinen Bock zu putzen? Dann lass es doch einfach! Morgen ist das Geschirr auch noch dreckig. Draußen ist schönstes Sommerwetter, dir ist aber eher nach Lümmeln auf dem Sofa? DANN TU DAS! Für dich wäre es super schön, den ganzen Tag deine Nase in ein Buch zu stecken? WARUM DENN NICHT? Vor allem die Wochenenden sind doch dazu da, um die Batterien aufzuladen. Wenn man gut abwägt, wann man sich aufrafft die „wichtigen“ Dinge zu erledigen, spricht doch nix dagegen auch richtig schön und lange faul zu sein!


Sprechen wir denn da wirklich überhaupt von „Faulheit“? Und sind diese - „ich MUSS aber noch“  -wirklich so brandeilig, dass man sich selbst so rein stressen und ein schlechtes Gewissen machen sollte? Ruhephasen sind ultra wichtig für uns! Achtsamkeit sich selbst gegenüber darf doch wohl erlaubt sein!


5 Argumente die dir erlauben faul zu sein:

1. Du arbeitest die ganze Woche von Morgens bis Abends. Deine Arbeitskollegen siehst du öfter als deinen Partner. Also solltest du dir auch den Luxus der gemeinsamen Zeit mit deinem Partner gönnen und zugestehen.

2. Was passiert denn, wenn du den Haushalt mal ein paar Tage liegen lässt? Geht die Welt unter? Ich denke nicht. Wisch dir den Staub von den Socken und mach was dir gefällt wenn dir heute danach ist. Und wenn das "Nix tun" ist, dann ist es so! 


3. Du hast keinen Bock erst einkaufen zu gehen und dann noch in der Küche zu stehen und ewig an einem Essen zu kochen? Dann bestell dir doch einfach mal was, wenn dir danach ist und schlemme nach Herzenslust! Mehr wie gut tun kann es dir nicht! Und bevor jetzt das Argument kommt, von wegen das wäre ja zu teuer: du hast die Arbeit nicht! Ist es dies nicht mal wert? 

4. Die ganze Woche über hast du je nach Beruf mit vielen dir oftmals fremden Menschen zu tun. Spricht denn was dagegen, das Telefon und Handy auszuschalten? Die Klingel an der Tür abzustellen und einfach mal für sich zu sein? Jemand könnte beleidigt sein oder sich zurückgesetzt fühlen? Nicht grundsätzlich dein Problem! Du darfst also deinen Freunden und deiner Familie mal sagen – HEUTE NICHT!

5. Jeden Morgen stehst du bestimmt wie viele andere auf und stylst dich für den Tag. „Perfekt“ aussehen sollst du die ganze Woche über schon. Und tut es nicht gut, sich einfach mal in Schlabberklamotten und völlig ungestylt in den Tag zu begeben, ohne wirklich einen Plan zu verfolgen, was heute alles so gemacht werden soll? Du darfst mal deine Tage auf dich zukommen lassen, ohne alles von A bis Z durchzuplanen.



Sicherlich muss jeder Mensch „sein Soll“ erfüllen. Verpflichtungen hat jeder auf seine Weise, viele Dinge sind super wichtig und MÜSSEN erledigt werden. Aber mal ehrlich: Alles zu seiner Zeit! Überlegt einfach für euch selbst, welche Dinge wirklich wichtig und unaufschiebbar sind, und welche auch mal warten können…

Damit ihr einfach mal FAUL SEIN KÖNNT! Faul sein tut der Seele gut und läd eure Batterien wieder auf! Wie steht ihr zu dem Thema? Könnt ihr auch mal so richtig faul sein?!



Samstag, 10. Februar 2018

"Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt!"



„Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt!“…




Diese Textzeile aus dem Titelsong zu Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ passt zu meinem heutigen persönlicheren Artikel aus meiner Rubrik „Storys of my Life“! 

Wir Menschen leben alle in einer Gesellschaft, in welcher Form auch immer, auf unterschiedlichen Kontinenten, mit unterschiedlichen Sitten und Gebräuchen. Dies kann Segen und Fluch zu gleich sein. Viele Gemeinsamkeiten bringen uns zusammen, unterschiedliche Sichtweisen können allerdings ein Streitpunkt sein. Aber MUSS das sein? 

Jetzt mag von dem einen oder anderen von euch die Frage kommen: „Was hat denn die Textzeile mit der Gesellschaft zu tun?!“ Nun – schon einiges! Was brauchen wir denn eigentlich um glücklich zu sein innerhalb einer Gesellschaft? Sind es nicht eher Dinge wie, der Partner der einen so akzeptiert wie man ist? Die Familie die hinter einem steht, egal was kommt und Freunde, die genauso einen an der Waffel haben, wie man selbst?! Das würde ich schon bejahen! Gesellschaft ist wichtig, aber was wohl das Wichtigste sein sollte ist: Was macht diese Gesellschaft mit mir? Kann ich in einer Gesellschaft, die auch gewisse „Normen“ verfolgt, ein Individuum sein? 

Muss ich immer der „Norm“ entsprechen und mich verhalten, wie mein Gegenüber es für richtig hält? Muss ich immer in der Suppe mit schwimmen oder ist es auch erlaubt über den gesellschaftlichen Tellerrand hinaus zu sehen? – Meine Erkenntnis dazu ist: JA! DAS IST ERLAUBT! Hierbei geht es nicht darum, gegen alles und jeden zu rebellieren, nein nein, sondern eher darum, sich weniger von der Außenwelt in seinem Denken und Fühlen beeinflussen zu lassen. Nur weil gewisse Lebensstile und Modelle der „Norm“ entsprechen, müssen diese ja nicht auf mich selbst zutreffen! 



Das ist in der Liebe oftmals deutlich zu erkennen! Wer hat das Recht, beispielsweise über ein homosexuelles Pärchen zu urteilen? Wer definiert, dass das nicht „normal“ ist? Liebt man nicht den Menschen an sich? Egal, welches Geschlecht er hat? Sollte man kirchlich heiraten, weil man das halt als Katholik so macht? Auch wenn man nicht dran glaubt? Und überhaupt, warum MUSS man denn an sowas wie einen Gott glauben? Wer gläubig ist und sich damit wohl fühlt und glücklich damit ist, dem sage ich: herzlichen Glückwunsch! Finde ich super! Ich denke eben anders. Ist das nicht auch akzeptabel? 

Kennt ihr Sätze wie: „Das ist halt so! Das macht man halt so!“ oder auch „das geht doch so nicht!“? Na? Kommt euch das bekannt vor? Die Sache ist die, wie ihr selbst damit umgeht. Nur, weil ihr Dinge anders macht als die Gesellschaft es kennt und praktiziert, muss es nicht gleich falsch sein. Beispiele gefällig?  

Gesellschaft: „Was, du kochst nicht jeden Tag für deinen Mann? Du räumst ihm nicht die Wäsche ein und sein Bett machst du auch nicht?“
Ich: „Nö, wenn mir danach ist, koche ich. Allerdings mag ich das Kochen nicht so wirklich. Es macht mir keinen Spaß und mein Mann kocht sein Essen selbst. Außerdem ist er ja kein kleines Kind mehr und kann sich selbst um seine Wäsche kümmern und wenn er sein Bett nicht machen möchte, ist das ja nicht mein Problem, am Abend legt er sich eh wieder rein“. 

Gesellschaft: „Du bloggst so viel! Immer nur tust du bloggen!“
Ich: „Joar, also ein Leben habe ich schon auch noch! Bloggen ist mein Hobby und meine Leidenschaft, etwas, das mich glücklich macht! Und mal ehrlich: Wo ist denn der Unterschied, ob ich TV schaue, oder eben blogge? Außerdem lernt man dadurch viele neue Leute kennen. Also alles gut!“



Gesellschaft: „Ihr ladet nie Freunde zu euch ein. Bei euch ist nie Jemand anderes zuhause.“
Ich: „Ja stimmt. Na und? Unsere Wohnung ist unsere „Ruheoase“, unser „Rückzugsort“ aus der Gesellschaft. Dort können wir tun und lassen, was wir wollen. Wenn wir keinen Bock haben aufzuräumen, sieht keiner. Selbst die Katze genießt die Ruhe und auf die Idee zu spülen kommt sie auch nicht, also wo ist das Problem? „
Gesellschaft: „Mögt ihr keine Gesellschaft haben?“
Ich: „Ja doch, aber dann gehen wir aus, machen Ausflüge oder jeder macht mal was mit seinen Freunden alleine. Auch in Ordnung. Zu Hause ist dann wieder Ruhe angesagt.“ 

Gesellschaft: „Was ist mit euch? Kommt nicht bald mal ein Kind? 
Ich: „Wir bekommen keine Kinder.“
Gesellschaft: „Mögt ihr keine Kinder?“
Ich: „Keine Ahnung, hab noch nie eins probiert!“
Gesellschaft: „Ja aber deine Nichte und Neffen magst du doch auch!“
Ich: „Ja, heiß und innig! Bin ja kein Kinderhasser. Verbringe gerne Zeit mit ihnen, tob mich aus und die kann ich aber wieder abgeben. Meine Freiheiten genießen und außerdem möchte ich auch keine Kinder in die heutige Gesellschaft setzen“. 
Gesellschaft: „Ach naja, ihr habt ja noch Zeit!“

Soll heißen, wir bekommen bestimmt noch ein Kind. Wir wissen es bloß selbst nicht. Wir haben ja noch Zeit ;-). Als Frau ist man ja dazu bestimmt, Hausfrau und Mutter zu sein. Ich denke die Kunst liegt darin, sich nicht einreden zu lassen, was „Richtig“ wäre und was „Falsch“. Wir lassen uns oftmals viel zu sehr von außen beeinflussen, als auf die inneren und eigenen Bedürfnisse zu achten. Weil wir irgendwo gefallen wollen, gut dastehen wollen oder einfach akzeptiert werden. Dies ist in der richtigen Dosis vollkommen ok. Aber ebenso ok ist es, sein Leben so zu gestalten, dass man mit sich selbst im Reinen ist. 

Wenn dies bedeutet mal aus der Gesellschaft auszubrechen, was ist verkehrt daran? Man muss nicht immer einer Meinung sein, dennoch sollte Jeder die Fähigkeit besitzen den anderen so zu nehmen wie er ist. Jeder sollte sein Leben so führen, wie er es für richtig hält, und dies nennt sich „gesunder Egoismus“. Ich muss nicht etwas so oder so tun, weil gesellschaftliche Normen es fordern.  Die richtige Dosis sorgt fürs Gleichgewicht und dieses zu finden, ist manches Mal gar nicht so leicht. Mein Ziel ist es, mir die Welt so zu machen, dass sie mir gefällt. Für mich gehört da ganz klar dazu, andere ebenso zu akzeptieren, wie ich selbst akzeptiert werden möchte. 

Zugegeben, dass Ganze ist oftmals anstrengend und manches mal ein großes Abenteuer, man selbst verfällt ja auch mal in diese Gewohnheiten, vor denen man Abstand nehmen möchte, aber motiviert genug bin ich ;-). 

Was bedeutet es für euch, die Welt so zu machen, dass sie euch gefällt?



Freitag, 9. Februar 2018

Luxusprobleme oder - Alles halb so schlimm!



Luxusprobleme oder – ist doch alles halb so schlimm!

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Jeden Tag begegnen wir vielen Menschen, die oftmals vollkommen unzufrieden zu sein scheinen. Hinter die Fassade kann man dabei oftmals nicht blicken, vor allem dann nicht, wenn es nur kurze soziale Kontakte sind. Jeder von euch wird diese Situationen kennen:

In der Praxis kommt der Patient, der im Wartezimmer auf seinen Termin wartet und beschwert sich: „He Sie! Ich warte jetzt schon ewig! Komme ich auch mal dran? Habt ihr mich vergessen?! Ich hab noch anders zu tun als hier den ganzen Tag zu sitzen!“ Beim Bäcker oder Metzger drängelt sich die alte Frau vor: „Ich war zuerst dran!“ Im Supermarkt an der Kasse schnauft der Vordermann laut auf, weil die alte Oma vorne bei der Kassiererin ihr Kleingeld abzählt, obwohl doch eine lange Schlange an der Kasse steht und alle warten. Geht das mal voran hier? Oder vor dem Einlass einer großen Show, wo die Security jede einzelne Tasche durchsucht und somit den ganzen Verkehr aufhält! Beim Autofahren stehen wir an jeder verdammten roten Ampel und an der Tankstelle braucht der Typ SO lange, bis er endlich ins Auto steigt und die Zapfsäule frei macht!

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Wir stehen im Supermarkt vor dem Regal und regen uns auf, dass von den 10 Sorten Kaffee oder Tee keine dabei ist, die uns mundet! Das Nutellaregal ist leer! Katastrophe! Das „Goldentoast“ ist auch schon wieder nicht da und zu allem Überfluss, fehlt auch noch das 4 – lagige Klopapier! Da braucht man ja beim Obst gar nicht nach dem Gala Royal schauen, den bekommen wir garantiert auch nicht! Außerdem sehen die Äpfel wieder nicht gut aus und sind auch viel zu klein, für DEN Preis! Wenn wir uns auf den Heimweg machen, trottet ein alter Herr mit Gehstock vor uns rum…Kann der nicht bisschen schneller machen? Im Auto auf den Weg nach Hause treten wir aufs Gas, überholen den Vordermann der das Gaspedal nicht findet, sind die heute alle bescheuert?! Zuhause angekommen stellen wir fest – der Fernseher geht nicht... Was bitte machen wir dann heute Abend und die nächsten Tage?! Dann geht auch noch Facebook wieder nicht, verdammt nochmal!

Zugegeben, solche Situationen in geballter Kraft an EINEM Tag können uns schon mal mürrisch und miesepetrig machen.

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Aber: ist es denn wirklich SO schlimm? Analysieren wir doch mal:

Natürlich ist es ärgerlich wenn wir beim Arzt sitzen und ewig warten, dass der Arzt uns empfängt. Nur, können wir die Zeit nicht einfach für uns nutzen? Wann sind wir schon mal wirklich gezwungen nichts zu tun außer, wir sitzen in einem Wartezimmer?! Ist das nun verstrichene Zeit? Nutzen wir doch aus, dass wir jetzt nicht weggehen können und blättern in der Zeitschrift, die auf dem Tisch liegt und die man zuhause auch schon ewig liegen hat und nicht dazu gekommen ist sie sich einmal genauer anzusehen. Oder einfach mal die Augen schließen, an nichts denken und ein wenig dösen bis wir aufgerufen werden. Vielleicht kommt man auch mit dem Sitznachbarn in ein nettes und erfrischendes Gespräch und kann sich über Gemeinsamkeiten austauschen. Bestimmt ist ein Notfall rein gekommen und deswegen dauert es einfach ein wenig länger. Denken wir doch daran, dass die Arzthelferinnen jeden Tag ihr Bestes geben um effektiv und schnell zu arbeiten, aber auch nicht mehr wie jeweils 2 Hände und die Ärzte jeweils 2 Ohren zum Zuhören haben.

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Und die Situationen mit der älteren Generation? Wissen wir, ob wir nicht vielleicht genauso werden? Brechen wir uns wirklich einen Zacken aus der Krone, wenn wir der alten Dame den Vortritt lassen oder die 5 Minuten mehr darauf warten, bis sie ihr Kleingeld sortiert hat? Wie wäre es denn damit, der Dame Hilfe beim Sortieren anzubieten? Was ist dabei, dem alten Herrn mit dem Gehstock zu zugestehen, dass er eben alt ist und nicht mehr so mobil ist wie wir?! Eventuell sollten wir uns vor Augen führen, dass diese Menschen schon ein weitaus bewegtes Leben hinter sich haben. Und die Security? Immerhin sorgen sie für unsere Sicherheit und durchsuchen deswegen sehr genau jede einzelne Tasche und den Rucksack vor dem Einlass. Lasst es uns doch wirklich wert um unsere Sicherheit sein, die 10 Minuten länger am Eingang zu warten. Haben wir vielleicht verlernt zu warten? Und ist es wirklich SO schlimm, wenn wir das auch mal tun müssen? WARTEN?!

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Ein absolutes Luxusproblem ist es doch wohl im Supermarkt nicht das gewünschte Produkt zu finden. Wir leben in einem Land, indem wir einen Nahrungsüberschuss haben! Wir können uns aussuchen, welche Marken wir möchten, eine Vielfalt an Auswahlmöglichkeiten, und doch motzen wir, weil das Produkt X mal nicht da ist! Wir können bestimmt zwischen 20 Sorten Mineralwasser wählen und sind doch nicht zufrieden damit, weil das Frankenbrunnen alle ist. Machen wir uns doch bitte bewusst - es ist Jammern auf hohem Niveau! Uns geht es wirtschaftlich SO gut, dass wir wählen können. In anderen Ländern sieht das völlig anders aus! Fällt uns nichts anderes ein, als Langeweile aufkommen zu lassen nur weil der Fernseher mal streikt? Eventuell lernt man die Ehefrau oder Ehemann mal so richtig kennen, anstatt sich vor dem TV immer nur anzuschweigen und in die Röhre zu glotzen.

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Was nun bringt es uns, sich über all die Dinge aufzuregen? Gesundheit? Eine liebende Familie? Eine Arbeit mit der man Geld verdient? Sind wir zufriedener, wenn wir diese Bedürfnisse befriedigen? Haben wir wirklich mehr Zeit, wenn wir ungeduldig alles schnell erledigt haben wollen? Oder könnten wir auch mal versuchen Verständnis für die eine oder andere Situation aufzubringen? Könnte uns das eventuell ein wenig besänftigen und die Dinge weniger als belastend empfinden lassen?


Was ist euch wichtig im Leben?! Worauf kommt es wirklich an?! Überlegt doch einfach mal für euch selbst und erzählt es mir in den Kommentaren. Gut möglich dass ihr die Erkenntnis erlangen werdet: 

ALLES HALB SO SCHLIMM!