Dienstag, 31. Oktober 2017

Allerheiligen - Halloween - Samhain


Allerheiligen - Halloween - Samhain




Samhain (übersetzt so viel wie „Vereinigung“) ist eines der vier großen irisch-keltischen Feste. Samhain wurde in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November gefeiert. Er galt als Monat „Samoni“ im keltischen Kalender, was den Beginn des keltischen Jahres einleuten sollte. Man kann also sagen, dass es das „keltische Silvester war“. Im Englischen wird es „Halloween“ genannt, was sich auch bis zu uns nach Deutschland durchgesetzt hat. Im Prinzip bedeutet das Wort auch nichts anderes als unser Allerheiligen.  




In dem Glauben, dass in dieser Nacht die Tore zur Unterwelt oder auch anderen unbekannten Dimensionen offen stehen, fanden die Menschen es damals nicht ratsam, ihre Häuser zu verlassen und somit auf die Wesen wie Dämonen, Geister, Hexen aber auch Elfenartige zu stoßen. Man erzählte sich Gruselgeschichten vor allen in Irland über Kobolde, Zwerge und bösartige Elben. Weil man davon ausging, dass auch die Toten zu ihren Liebsten in dieser Nacht zurückkehrten, stellte man ihnen Essen vor die Türe, ließ sie aber nicht herein aus Angst. Wenn die Menschen doch nach draußen gingen, verkleideten sie sich als Monster, Hexen und Dämonen um 1. unter den anderen Wesen nicht aufzufallen und 2. vielleicht sogar die Wesen zu vertreiben.




Die Traditionen des Halloween, Samhain oder auch Allerheiligen setzen sich aus mehreren Kulturen zusammen. Den damaligen Kelten – Irland und Schottland, England und Deutschland verbindet dieses Fest. Heute werden immer noch verschiedenste Bräuche zelebriert. 

Im Christentum hat Papst Gregor III. dieses Fest auf den 1. November verlegt. Damit sollte das heidnisch – keltische Fest durch Allerheiligen ersetzt werden. Die Menschen durften sich auch weiterhin verkleiden, aber dies galt nicht mehr, um böse Geister zu vertreiben sondern der Verstorbenen zu ehren! Bei uns dient das Fest dazu, unseren Verstorbenen und Ahnen zu gedenken. Es werden Prozessionen abgehalten und Gräber der Familie besucht um diese zu segnen. Lichter werden entzündet, Herbstblumen und Kränze niedergelegt und zuhause Räume für die Toten dekoriert. Ebenfalls wurden diese mit Lichtern geschmückt, sogenannte „Gedächtnismähler“ wurden zubereitet wie z.B. Hirsebrei oder Gebäck wie Seelenkuchen- und Zöpfe. Damit die toten Besucher sich wärmen konnten wurden zur damaligen Zeit die Herde brennen lassen. Zum Schluss hat man ihnen noch Milch und Reste vom Essen zur Wegzehrung übrig gelassen.




In Wales ist es Brauch, sich an Halloween von Friedhöfen, Zäunen und Wegekreuzungen fernzuhalten. Das Totenheer versammle sich dort. Eine schwanzlose Wildau und eine kopflose Frau, sollen Kindern auflauern und gelten als die beiden bösesten Geisterwesen an Halloween. Ein weiterer Brauch ist es zudem, dass man in die entzündeten Feuer Steine mit den Namen der Familienangehörigen legt. Fehlt am folgenden Morgen ein Stein, soll dieser Familienangehörige als Nächster den Tod finden.




Außerhalb dieser Bräuche, findet gerade bei den Kindern das Süßigkeiten - Sammeln seine Freude! Dies wird auch mit Tradition erklärt. So sollen die vielen Süßigkeiten ebenfalls die Geister vertreiben. Halloween ist für viele auch einfach ein schönes schauriges und gruseliges Fest!



Sonntag, 29. Oktober 2017

Premierenlesung von Tanja Kinkel - Grimms Morde



Premierenlesung von Dr. Tanja Kinkel – Grimms Morde




Zur Autorin: Dr. Tanja Kinkel wurde in Bamberg 1969 geboren. Sie hat mittlerweile ca. 15 Romane veröffentlicht, die in sehr vielen Sprachen übersetzt wurden. „Die Puppenspieler“ z.B. ist ein bekannter historischer Roman, ebenso bekannt wie „Säulen der Ewigkeit“ und „Das Spiel der Nachtigall“. Auch einige Literaturpreise hat sie schon erhalten und beruflich viel erreicht. Sie studierte Theater- und Kommunikationswissenschaften und Germanistik. Was Tanja Kinkel noch so alles geleistet und geschafft hat, könnt ihr auf ihrer Autorenseite ausführlicher lesen: Tanja Kinkel Autorenseite

Dr. Tanja Kinkel

Tanja Kinkel ist Spiegel-Bestsellerautorin und man merkt ihr an, dass sie gerne im Medienhaus Hübscher zu Gast ist. Die Lesung war gut besucht und bevor wir Zuhörer in den Genuss ihres neuen Romans „Grimms Morde“ kamen, lauschten wir den interessanten Fragen von Geschäftsführerin Frau Asli Heinzel. Dabei wurde deutlich, wie viel Energie und Arbeit Frau Kinkel in die Recherche steckt, was ihren historischen Romanen viel Leben einhaucht, da viele wahre Begebenheiten in den Geschichten zu finden sind. Dies macht die Bücher auch so authentisch.



Besonders interessant fand ich persönlich das soziale Engagement der Autorin! Frau Dr. Tanja Kinkel hat 1992 die Kinderhilfsorganisation „Brot und Bücher e.V.“ gegründet. Ebenfalls ist sie Schirmherrin des Bundesverbands Kinderhospiz e.V. Und gerade in der heutigen Zeit finde ich das PEN-Zentrum Deutschland, in welchem sie Beisitzerin ist, sehr wichtig! Dieses Zentrum setzt sich laut ihrer Verfassung „für politisch, rassisch, religiös oder wegen ihres Geschlechts oder ihrer Herkunft Verfolgte ein, insbesondere für Schriftsteller, Übersetzer, Herausgeber, Journalisten und Publizisten in aller Welt, die wegen freier Meinungsäußerung bedroht und verfolgt werden." Eindrucksvoll und mit dem nötigen Ernst, schildert die Autorin dabei die besondere Lage in Ländern wie der Türkei, in denen Journalisten und Publizisten unter fadenscheinigen Gründen verhaftet werden… Das PEN-Zentrum setzt dabei alle Hebel in Bewegung, um die Betroffenen aus ihrer misslichen und unmenschlichen Lage zu befreien.




Grimms Morde von Tanja Kinkel:

Inhalt: Rot wie Blut … Kassel 1821: Aus Grimms Märchen werden Grimms Morde. Die ehemalige Mätresse des hessischen Kurfürsten wird nach Märchenart bestialisch ermordet. Kurz danach gibt es einen weiteren Toten. Die einzigen von der Polizei gefundenen Hinweise führen zu den Gebrüdern Grimm und zu den Schwestern von Droste zu Hülshoff. Dies ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, wo der Zusammenprall von Überzeugungen bezüglich Ehre, Pflicht, aber auch von Liebe, Hass und Zuneigung schier unlösbare Probleme zwischen den bürgerlichen Grimms und den adligen Drostes geschaffen hat. Da die Polizei nur in Richtung Jacob Grimm ermittelt, übernehmen sie gemeinsam die  Aufgabe, den wahren Mörder zu finden. Bei ihrer Suche müssen sich die vier aber auch ihrer Vergangenheit stellen: Vorurteilen, Zuneigung, Liebe – und Hass.  Diese Herausforderung ist nicht weniger schwierig..



Die Lesung war interessant und an den richtigen Stellen mit Humor verpackt! Etwa als die Autorin darauf hinwies, dass man als Leser sicherlich keine Befürchtungen über die Anzahl der Opfer haben müsse, da es nicht bei der einen Leiche aus der Anfangssequenz bleiben würde. Tanja Kinkel las flüssig und mit Hingabe und zum Schluss gab es sogar noch ein märchenhaftes Gedicht, extra für uns Zuhörer, welches nicht im Buch veröffentlicht wurde. Die Autorin nahm sich Zeit für ihre Leser, signierte Bücher und Autogrammkarten und beantwortete mit einem ehrlichen Lächeln auf den Lippen geduldig alle ihr gestellten Fragen.




Für mich war es ein schöner, interessanter und aufschlussreicher Abend und ich freue mich schon sehr auf ihren Roman, den ich mir als Hörbuch von Audible geholt habe :-). Die Rezension dazu folgt und ich wünsche Frau Dr. Tanja Kinkel weiterhin viel Erfolg!



Samstag, 28. Oktober 2017

NICHTLUSTIG - Joscha Sauer



NICHTLUSTIG – Joscha Sauer


Joscha Sauer zur Signierstunde im ComixArt Bamberg


Der Cartoonzeichner ist durch seine sarkastisch-zynischen und witzigen Zeichnungen, die in Aquarelloptik erscheinen bekannt geworden. Als er zu einer Signierstunde zu Gast im ComixArt Bamberg war, musste ich da natürlich hin. Joscha Sauer ist ein sehr sympathischer Mensch mit einer echten und freundlichen Ausstrahlung! Schaut doch mal auf seiner Seite NICHTLUSTIG vorbei. 

NICHTLUSTIG


Ich liebe sarkastische Bilder und gerade die Zeichnungen von Joscha Sauer finde ich sehr schön gestaltet. Auch seine Charaktere sind irre komisch. Besonders gerne habe ich den Tod! Meine Freude war groß, als er mir eine so schöne Zeichnung in mein Autorenbuch gezeichnet hat!



Aber auch die vielen anderen Figuren sind einfach toll. Da wären z.B. auch Dr. Wilson und sein Partner Pickett, die ich auch sehr gerne mag. Die Familie Lemming ist auch ganz witzig, die mich auch immer wieder an das Kultspiel erinnern. Ebenfalls so schön gaga und damit auch einer meiner Favouriten ist Herr Riebmann, ein verrüchter Kerl der in der Wand wohnt. Wie der wohnt in einer Wand?! Ja! Sucht doch mal nach den Cartoons.



Besonders seine Cartoon-Bücher sind schön gestaltet. Diese haben alle eine hochwertige Optik und Joscha versteht es, den Figuren Leben einzuhauchen. Jeder Cartoon kann für sich gelesen werden und auch für Kinder sind viele lustige Zeichnungen dabei!



Diese Art von Büchern beflügeln den Humor und man muss oft schmunzeln, da auch alltägliche Situationen in die Bilder eingewoben werden. Gerade deshalb finde ich es so toll, da sie auf eine humorvolle Art und Weise Situationen aus dem Leben darstellen.



Die Zeichnungen sind alles andere als nicht lustig – „NICHTLUSTIG“ ist einfach für jede Altersgruppe eine schöne Abwechslung und versüßt dem Leser seinen Alltag!


NICHTLUSTIG


NICHTLUSTIG

Welche Cartoons von Joscha Sauer gefallen euch denn? 




Freitag, 27. Oktober 2017

Sonja Marschke - Fantasyautorin



Sonja Marschke Fantasyautorin - zu Gast bei Nannis Welt





Sonja führt euch auf ihrer Facebookseite Fremde Welten in das Reich der Fantasie ein. Sie ist Selfpublisherin und ihre Titel tragen Namen wie "Mironia" und "Der Zaubergarten" oder "die Wunschfee" und viele mehr. Einige ihrer Bücher stellt sie euch hier vor und natürlich bekommt ihr auch wieder einen persönlichen Eindruck der Autorin. Kennt ihr Sonja vielleicht schon? Wie findet ihr ihre Romane?

Wie heißt du?

Sonja Marschke

Wann hast du Geburtstag?

05. 02. 1990

Wo bist du geboren?

In Wolfen, einer kleinen Stadt in Sachsen-Anhalt

Hast du einen Blog?

Nein, aber eine Seite auf Facebook, auf der ich hin und wieder kleine Ausschnitte aus aktuellen Projekten poste. Sie heißt "Fremde Welten". Der Name kam wie folgt zustande: In meinen Texten, gerade Genre Fantasy, in dem ich hauptsächlich unterwegs bin, ist der Schauplatz von zentraler Bedeutung. Man könnte sogar sagen, er ist der eigentliche Protagonist. Da die Welten, die ich erschaffe, so ganz anders als die Realität sind, sind sie eben fremd. Daher der Name der Seite.

Welche Genres liest du gerne?

Vor allem Fantasy, aber auch Thriller oder auch mal etwas, das vermutlich nicht so viele Leser kennen: antike Literatur, also die Odyssee, aber auch die Metamorphosen von Ovid. Eigentlich lese ich fast alle Genres gerne. Das geht vom Thriller über Fantasy bis hin zu (aktuell) Richard David Prechts "Geschichte der Philosophie"

Das einzige, was ich definitiv nicht lese, das sind die typischen Frauenromane. Klassische Chicklit, aber ebenso die großen "Klassiker", wenn die Frauenfiguren nicht wirklich greifbar oder sympathisch oder auch schlicht und ergreifend viel zu platt sind (Stichwort: "Vom Winde verweht").

Hast du ein Lieblingsbuch?

Oh je, nur eins? :D Naja, nachhaltig beeindruckt hat mich Walter Moers mit seiner "Stadt der Träumenden Bücher" Er hat mich vor allem darin mit der Geschichte des Schattenkönigs berührt. Wenn man es schafft, den Leser im gleichen Buch zum Weinen und zum Lachen zu bringen, dann ist man ein ganz Großer.




Inhalt: Als Lucia auf dem Jahrmarkt ein Spiegelkabinett besucht, fällt ihr ein eigenartiges Exponat auf: Der Spiegel, der Verrückte macht. Anfangs belächelt sie diese Bezeichnung noch, doch als sie plötzlich in den Spiegel hineingesogen wird, wird Lucia schlagartig bewusst, dass sie sich in Ereignisse verstrickt hat, die ihr Leben verändern ...


Hast du eine Lieblingsautorin?

Cornelia Funke. Ihre Sprache ist poetisch, dabei aber immer klar und zielgerichtet. Lieblingsautor? Ja, den gibt es auch, nämlich den oben angesprochenen Walter Moers.

Was ist dein Lieblingsfilm?

Die Herr der Ringe - Trilogie und die drei Filme zum Hobbit, aber auch die Batman-Filme von Christopher Nolan mit Christian Bale in der Hauptrolle. Insbesondere "The Dark Knight", damals noch mit Heath Ledger als Joker. Nur zu verständlich, dass es für diese Darstellung posthum den Oscar gab. Und nicht zu vergessen die Musik von Hans Zimmer.

Welche Musik hörst du gerne?

Beim Schreiben am liebsten Filmmusik. Text lenkt bei der Textproduktion leider etwas zu sehr ab. Beim Joggen eher Rock/Pop, beim Lernen Hörbücher. Ich habe sozusagen einen Soundtrack für jede Lebenslage.  :D

Was sind für dich die drei wichtigsten Dinge im Leben?

1. Gesundheit, weil ich bis 2006 Epileptikerin war.
2. Familie
3. Aufrichtigkeit, sich selbst und anderen gegenüber.

Was ist dein Lieblingsgetränk?

Hin und wieder nehme ich schon gerne mal ein Glas Wein zu mir, aber Lieblingsgetränk? Gibt es bei mir in der Form nicht.

Was bist du von Beruf?

Ich studiere Rechtswissenschaften und bereite mich momentan auf das 1. Staatsexamen vor. Danach werde ich aber aller Voraussicht nach nicht in Deutschland bleiben, sondern (hoffentlich) in Frankreich die Anwaltsprüfung machen können, um dort zu arbeiten. Außerdem bin ich ehrenamtlich als Deutschlehrerin und Dolmetscherin für Französisch beim Jugendmigrationsdienst in Halle tätig.

Was sind deine Hobbys und Interessen?

Schreiben (war ja klar ^^), Lesen, aber auch Politik und Geschichte interessieren mich.

Was magst du gar nicht?

Lärm.

Was entspannt dich?

Abends entweder mit einem guten Buch auf dem Bett oder dem Laptop auf dem Schoß, dazu Musik und niemand, der einen stört.





Inhalt: Lumina ist seit 2 Jahren Königin von Mironia, als sie eine Einladung zu einer Gesellschaft in Sericalia, dem Land des Seidenprinzen erhält. Als sie die Einladung annimmt, ahnt sie noch nicht, welche Kette von Ereignissen sie damit lostreten wird ...


Mit welchen kleinen Dingen kann man dich glücklich machen?

Einfach da zu sein, wenn man gebraucht wird. Ein gutes Buch. Ein gutes Gespräch. Diese ganzen kleinen Dinge, die so oft einfach übersehen werden.

Ich kann nicht leben ohne …

Bücher und Kaffee, aber auch ohne das Schreiben kann ich mir ein Leben nicht mehr vorstellen. 



Sonntag, 22. Oktober 2017

Lesung von Friederike Schmöe - "Falsche Versprechen"



Lesung von Friederike Schmöe - "Falsche Versprechen"




Ihren neuen Kriminalroman hat Friederike Schmöe in einer für den Zuhörer beeindruckenden Atmosphäre in unserer schönen Buchhandlung Hübscher vorgestellt. „Falsches Versprechen“ befasst sich mit einer sehr aktuellen und doch so totgeschwiegenen Problematik: Flüchtlingskinder, die verschwinden und illegal zur Adoption „freigegeben“ werden. Ein wirklich schockierendes Thema und Friederike Schmöe hat sehr intensiv recherchiert und viel Arbeit in die Story gesteckt. Die Hauptprotagonistin Kea Laverde führt dabei durch die Thematik. 




Im Buch geht es um ein Geschwisterpärchen, welches aus Syrien nach Deutschland flüchtet. Safiye ist 12 Jahre alt und hat ihre 1,5 jährige Schwester Gadi dabei. Zusammen mit ihrem Onkel, der auf einmal verschwunden ist, gelangen sie über die Grenze und landen in einer Aufnahmeeinrichtung in Bayern. Die kleine Gadi verschwindet eines Tages, als Safiye sie kurz in die Obhut einer Fremden gibt. Und von da ab überschlagen sich die Ereignisse. Eine Leiche wird im Heim gefunden und bei den Ermittlungen geraten Kea und ihre Freundin Juliane in eine erschreckende Story über illegale Adoptionen und verschwundene Kinder. 





Die Autorin klärte intensiv über diese Problematik auf. Sie selbst stellte sich oft die Frage, was mit den verschwundenen Kindern wohl passiert sein könnte und wer einen Profit aus dem Leid dieser Menschen schlagen könnte. Die möglichen Gründe sind genauso schockierend wie ernüchternd. Sie sprach dabei von möglichen Zwangsarbeiten, illegalen Adoptionen und leider auch der Sexarbeit. Eventuell könnten auch Doppel-Registrierungen für das Verschwinden der Minderjährigen verantwortlich sein. 




Die Lesung war berührend, oftmals war man fassungslos von dem Verlauf der Geschichte und die Thematik ging einem schon sehr nahe. Die meisten waren auch wirklich so geplättet, dass man im 1. Moment gar keine Fragen gegenüber der Autorin parat hatte, da man erstmal die Geschehnisse verdauen musste. 




Dieser Roman rüttelt garantiert wach und versucht die Menschen daran zu erinnern, dass bei all der Tragik und die eventuellen Ängste, die man gegenüber der Flüchtingsproblematik hat, es dennoch Menschlichkeit geben muss! Umso trauriger ist es, durch diese Lesung aufgezeigt zu bekommen, dass selbst mit dem Leid der Schutzbedürftigen, nämlich der Flüchtlingskinder ein großes Geschäft betrieben wird. 




Es war eine sehr emotionale und trotzdem interessante Lesung, Friederike Schmöe liest sehr gut und flüssig, mit der richtigen Emotion an der richtigen Stelle. Sie nahm sich viel Zeit für ihre Leser und signierte geduldig die Bücher, immer mit einer schönen Widmung für den Leser. Ich finde es mutig, dass die Autorin ein so schweres und totgeschwiegenes Thema zum Roman gemacht hat. 

Kennt ihr den Roman schon? Wer von euch hat ihn denn schon gelesen? 





Samstag, 21. Oktober 2017

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo - Christiane F.



Wir Kinder vom Bahnhof Zoo - Christiane F.


Copyright by Carlsen

Inhalt: Im Alter von zwölf Jahren kommt Christiane F. in einem Jugendheim zum Haschisch, kurz darauf in einer Diskothek zum Heroin. Sie wird süchtig, geht vormittags zur Schule und nachmittags mit ihren ebenfalls heroinabhängigen Freunden auf den Kinderstrich am Bahnhof Zoo. Die Berlinerin Christiane F. erzählt mit minuziösem Erinnerungsvermögen und rückhaltloser Offenheit ihre traurige Geschichte. Ein Buch, das in den 70er Jahren Deutschland erschütterte - und bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat.

Wie bewertet man ein solches Buch?! Für mich sind da Bezeichnungen wie "Das ist so ein tolles Buch" und "einfach klasse" irgendwie Fehl am Platze. Christiane F. erzählt in dieser Biografie in Zusammenarbeit mit Kai Hermann und Horst Rieck ihre durchweg traurige Lebensgeschichte. In der Ich-Perspektive geschrieben, versteht man auf Anhieb, worum es in dem Buch geht. Es kommt einem als Leser so vor, als würde man Christiane als Teenager wirklich durch Berlin und die Szene begleiten. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, dass Christiane in der Teenager- und Szenesprache spricht. Da ist von "auf der Szene rumflippen" die Rede, davon auf "Trebe" zu sein, was soviel bedeutet wie von zu Hause abzuhauen. Und für Jemanden wie mich, der mit Drogen zum Glück noch nie persönlich in Berührung gekommen ist, waren auch Begriffe wie "auf Turkey" sein völlig unbekannt. 

Dieses Buch allerdings, hat mich den ganzen Zeitraum in dem ich es gelesen habe nicht mehr losgelassen. Ständig habe ich mir ernsthaft Gedanken um das kleine zu Anfang 12 jährige Mädchen gemacht. Auch wenn die Geschichte an sich bekannt ist, hatte es doch ein besonderes Feeling, ihre Geschichte zu lesen. Für mich waren viele Gegebenheiten einfach unfassbar. z.B. die Tatsache, dass ein 12 jähriges Mädchen so ganz frei in einer so großen Stadt agieren konnte, ohne wirklich Regeln vom Elternhaus mitbekommen zu haben. Interessant war auch, dass es für Christiane ausschließlich die Fixerszene gab. Es geht um nichts anderes als um den nächsten Druck, Anschaffen, Druck, Anschaffen, Druck. Perspektiven gab es Null! Kein Blick nach rechts oder links...

Natürlich muss man auch bedenken, dass die Geschehnisse nun schon mehr als 40 Jahre her sind, und sich seither vielleicht auch viel getan hat, um den Drogenabhängigen aus der Sucht zu verhelfen. Ob sich an der Szene selbst was geändert hat, mag ich nicht zu beurteilen. Dazu kenne ich mich (zum Glück) zu wenig aus. Dennoch fand ich es sehr erschreckend, wie allein gelassen die Eltern von Christiane und auch sie und ihre Freunde wurden. Sicher, sie hat oft genug versucht aufzuhören und ist immer wieder zurückgefallen und oftmals fand ich auch das Verhalten der Eltern total daneben, aber das der Behören war für mich ebenso verstörend. Auch hätte ich gerne mehr über die "Freunde" von Christiane erfahren. Wie es ihnen ergangen ist, wie es weiterging, aber dies ist nur meine ganz persönliche Ambition. 

Auf jeden Fall verfällt man als Leser selbst schon fast in eine Art Rauschzustand, da es einem doch sehr nahe geht, was diese Jugendlichen so alles durchmachen mussten und welcher Perspektivenlosigkeit sie ausgesetzt waren. Da kommen Fragen auf wie: Wäre es ihnen in einer anderen Umgebung besser ergangen? Wäre es gar nicht so weit gekommen, wenn das Elternhaus anders reagiert hätte? Was aber soll man tun, wenn das eigene Kind schwer drogenabhängig ist?

Dieses Buch hat mich schon mitgenommen und ich überlege ernsthaft, ob ich ihre zweite Biografie "Mein zweites Leben" noch lese. Habt ihr auch den Film dazu gesehen? Ich bis jetzt ein Mal und muss gestehen, dass er mich nicht so psychisch gepackt hat, wie das Buch. Da war man dann doch irgendwie mittendrin. Habt ihr das Buch auch gelesen? Wie waren eure Empfindungen?

Montag, 16. Oktober 2017

Messebericht - Frankfurter Buchmesse 2017



Nannis Welt auf der FBM 2017!




Heute kommt hier mein kleiner Bericht zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Bis jetzt konnte ich immer nur am Samstag kommen, da ich ja 3 Stunden Anfahrt habe, ist ein Tag natürlich immer entsprechend anstrengend. Dennoch ist es immer wieder ein tolles Erlebnis und dann unserer Buchhandlung Hübscher in Bamberg, kommt man bequem mit dem Bus zur Messe. Mein Hauptaufenthaltsort nach Ankunft war die Halle 3, da dort alle meine Lieblingsautoren, Bloggerinnen und Verlage zu finden waren.

Tianic - Satiremagazin


Wie gewohnt muss man sich erstmal durch die ganzen Menschenmassen kämpfen und gute Nerven haben, bei der Menge an Büchersüchtigen zu den Ständen zu gelangen. Aber mit Freundlichkeit und ab und zu bisschen Ellenbogenkraft ging das schon ;-). Bei 7000 Ausstellern hatte man auch wirklich genügend Auswahl, da ich aber wusste, wo ich hinwollte, führte mich mein Weg direkt zu einem Lieblingsverlag: Dem Drachenmondverlag. 




Für mich war klar, dass ich dort Maya Köllinger treffen wollte. Eine sehr junge Autorin, die mit ihrem Stempunk Roman „Madness“ eine ganz besondere Adaption von „Alice im Wunderland“ geschrieben hat. Und was soll ich sagen? Ich hatte SO ein Glück J. Es war noch früh am Morgen und noch nicht allzu viel los und wie es der Zufall so will, hat sie sich gerade auf ihren Stuhl zum Signieren gesetzt! :-D Sie ist eine sympathische junge Frau mit einem ehrlichen Lächeln und es hat mich sehr gefreut sie zu treffen. Christian Handel habe ich leider verpasst.


Maja Köllinger - "Madness"

Aber nicht nur sie habe ich an dem Fantasy-Stand getroffen, sondern auch Nica Stevens, deren Trilogie „Verwandte Seelen“ ich gerade erst als Hörbuch verschlungen habe! Mirjam H. Hüberli habe ich ebenfalls angetroffen, „Rebell – Gläsener Zorn“ habe ich von ihr im Regal stehen. Band 2 und 3 werden auch noch folgen! 

Mirjam H.Hüberli - Rebell

Nica Stevens - Verwandte Seelen Trilogie

Besonders geschickt war dann auch, dass ein weiterer Fantasy-Stand direkt nebenan zu finden war: Der Sternensand Verlag! Dort gibt es soooo tolle Bücher und besonders angetan hat es mir „Elesztrah“ Feuer und Eis von Fanny Bechert.


Greenlight Press


Direkt daneben tauchte dann auch der Papierverziehrer Verlag auf und Greenlight Press! Dort habe ich auch endlich mal Andreas Suchanek live gesehen, nur leider ihn nicht vor Linse bekommen, da er am Stand sehr beschäftigt war. Aber meine Blogpartnerin Ciri van Riva von Nostalgic Books hat ein Selfie mit ihm ergattern können ;-) und wir zwei Flitzpiepen haben vergessen, uns Beide selbst auf einem Foto zu verewigen – wir sind echte Vollprofis! Sabine Schulter für die ich blogge habe ich auch kurz gesehen und um 13:00 Uhr fand dann das Bloggertreffen von und mit J.K. Bloom statt an der SP Area Stand K8! Schon letztes Jahr habe ich sie getroffen und diesmal waren auch die anderen Stammblogger mit dabei und es war so schön, sie endlich mal live zu treffen: Stella von Bity´s Bücherwelt, Ricky von Tasty Books und Janina von Buchnymphe waren alle so freundlich und strahlten um die Wette.


Bloggertreffen mit J.K. Bloom

Susanne Sahner von Die Zeilenflüsterin und auch Michèle von Aus dem Leben einer Büchersüchtigen haben mich entdeckt und schon haben wir ein Selfie gemacht! Nicole von Nicole´s Bücherblog ist noch ganz neu in der Bloggerbranche und war zum 1. Mal auf der Buchmesse. Auch über sie habe ich mich sehr gefreut, da sie eine wirklich treue Leserin meines Blogs ist. Vielen Dank dafür liebe Nicole!

Michéle von Aus dem Leben einer Büchersüchtigen

Nicole von Nicole´s Buchblog

Susanne von Die Zeilenflüsterin

Tja und dann waren da noch der Oetinger Verlag, den ich wegen seiner Kinderbücher und Jugendromane auch wirklich sehr gerne besuche. Der Stand ist so schön gestaltet da hält man sich gerne etwas länger auf. Dies gilt aber auch für den Carlsen Verlag und weitere schöne Kinderbuchverlage! Tolle Atmosphäre, nette und aufmerksame Mitarbeiter und tolle Leute die man dort trifft.








Schön finde ich auch immer die ganzen Mangastände, wo man auch immer tolle Überraschungstüten bekommt und sehr schöne Sammelfiguren bewundern kann. 




Ganz witzig fand ich auch den kleinen Stand von Comic Ladies. Erotik ist nicht mein Genre, aber die Grafic-Novelles haben mir doch gut gefallen. Die Zeichnungen waren toll, eine schöne Auswahl an Goodies und die Comics drehen sich um den Alltag als Prostituierte im Frankfurter Rotlichtmilieu. 


Comic Ladies

Alles in Allem war es ein sehr schöner Messetag und ich freute mich wirklich, dass ich so viele meiner Autoren und Bloggermädels getroffen habe! Im kommenden Jahr werde ich wiederkommen und dann aber auch in Halle 3.1. und Halle 4 mich mal umsehen. Die gingen leider ein wenig unter aber bei nur einem Messetag muss man eben leider Abstriche machen.






Ich hoffe euch hat mein Bericht gefallen. Beachtet auch das Gewinnspiel sobald es startet ;-). Augen offen halten ist also angesagt! Ich verlose ein Goodie-Paket von der FBM! Wie hat euch die Messe gefallen und wie waren eure Eindrücke?!